Dienstag, 5. Juni 2012

Artikel 1 - Das Internet - Die Entwicklung von YouTube


Wenn man sich längere Zeit im Internet aufhält erkennt man ein Muster zwischen verschiedenen Arten von Personen.
Da sind zum Beispiel Menschen, die wissen was sie tun. Meistens sind diese über zwanzig Jahre alt, doch auch jüngere Personen können zu dieser Gruppe gehören. Bei diesen Menschen merkt man: Die haben wirklich Ahnung von dem was sie da sagen, beziehungsweise schreiben, und denen kann man das auch abkaufen.
Dann gibt es eine andere Gruppe, die meistens unter vierzehn Jahre alt sind und einfach nur existieren. Diese Menschen melden sich in vielen verschiedenen Netzwerken an und spammen meistens alles mit ihren Antworten und Fragen zu, die vielleicht nichtmal etwas mit dem aktuellen Thema zu tun haben. Gerade berühmte Personen werden von diesen „Kleinkindern“ zugespammt, da die Kleinkinder liebend gerne eine Antwort von ihrem Idol erhalten würden, egal welcher Art.
Mich persönlich stören diese Menschen nicht, jedenfalls nicht, wenn sie nur ab und zu mal ihre Meinung sagen und nicht einfach mitten in einem „Gespräch“ dazwischen platzen und einfach irgendetwas völlig zusammenhangloses posten.

Da ich selbst auf YouTube aktiv bin und dazu wohl am meisten sagen kann, werde ich im folgenden mal zusammenfassen, wenn auch nicht gerade kurz, was ich in den vergangenen Tagen, Wochen, Monaten und Jahren bei der Entwicklung YouTubes und der Community bemerkt habe.

Als YouTube am 15. Februar 2005 online gegangen ist, konnte man es noch als „Soziales Netzwerk“ beschreiben. Damals stand die Community stark im Vordergrund, danach kamen die Videos. Zu der Zeit posteten die Leute einfache „Amateurfilme“, das heißt, sie posteten Filme die „unprofessionell“ mit einfacher Kamera und meistens ohne Budget gedreht wurden. Das hat sich mit der Zeit stark geändert. Zwar werden auch heutzutage noch sehr viele Amateurfilme bei YouTube veröffentlicht (neuste Erkenntnisse zeigen, dass aktuell pro Minute 72 Stunden Videomaterial auf YouTube veröffentlicht werden), allerdings besteht auch ein großteil von YouTube aus professionell gemachten Shows, Filmen und Sendungen, die meistens auch noch einen kommerziellen Hintergrund haben. Ein YouTube Kanal, der eine regelmäßig (wöchentlich) Videos veröffentlicht, ist „Smosh“ (youtube.com/smosh). Mit aktuell 4.753.308 Abonnenten gehören sie zu den Top-10-YouTubern Weltweit. Die „Serie“ welche Smosh produzieren, besteht aus wöchentlich erscheinenden, bis zu 10 Minuten langen Kurzfilmen, die Inhaltlich nichts miteinander zu tun haben. Jeder Kurzfilm hat einen eigenen Hintergrund und wird mit viel Liebe zum Detail gedreht. Hinter dem Kanal Smosh steht mitlerweile eine kleine Filmcrew, die mit ihren Filmen eine nicht unbeträchtliche Menge Geld verdient. Wie viel Geld das genau ist dürfen Smosh nicht bekannt geben, allerdings finden sich im Internet diverse Webseiten, die basierend auf irgendwelchen Zahlen diese Geldmengen errechnen. Solche errechneten Werte treffen allerdings meistens nicht auf die tatsächlichen Werte zu.
Neben professionellen und großen YouTube Kanälen wie Smosh gibt es dann die großen Kanäle (ab ca. 50.000 Abonnenten) und die kleineren, allerdings nicht mehr sehr kleinen Kanäle (ab ca. 100 Abonnenten). Die Definitionen von „Großen“ und „Kleinen“ Kanälen entsprechen MEINEN Ansichten. Mitlerweile ist es nicht mehr sehr schwer und teuer selbst professionelle Filme zu machen, daher kann man auch viele kleinere YouTube Kanäle finden, die absolut ansprechenden Content produzieren und dabei nicht unbedingt gewürdigt, sondern von sogenannten „Hatern“ beleidigt und schikaniert werden. Diese Hater haben meistens einen YouTube Kanal angelegt um Leute gezielt zu beleidigen und nicht um irgendwelchen Content zu veröffentlichen (höchstens geklauten). Diese Hater haben keinen bestimmten Grund die Leute zu beleidigen, oft handeln sie einfach aus Spaß daran Menschen nieder zu machen. Das sind allerdings nur meine Ansichten, was wirklich hinter dem Ziel dieser Hater liegt wissen sie vermutlich nicht mal selbst.
Man muss nun bei den verschiedenen YouTube-Kanälen ebenfalls unter verschiedenen Arten von Content unterscheiden. Es gibt Vlogger (diese erzählen in ihren Videos viele Dinge über sich, über politische Ansichten oder Anderes), es gibt Filmemacher (diese produzieren Kurz- oder Spielfilme), es gibt Let’s Player (diese nehmen sich beim Spielen auf und kommentieren das ganze) und es gibt leere Kanäle die einfach angelegt und nicht genutzt werden.
Ich selbst zähle mich zu den Filmemachern, allerdings würden manche meiner Videos auch auf Vlogger zutreffen (beispielsweise Update Videos). Doch ich möchte nun erstmal die Let’s Player unter die Lupe nehmen, da diese aktuell auf YouTube stark zunehmen.
Anfangs gab es nur wenige Let’s Player. Darunter war auch Gronkh, der bis Heute Let’s Plays macht und damit auch sehr erfolgreich ist (über 400.000 Abonnenten). Er kommentiert spiele wärend er sie spielt. Er hat eine kleine Firma namens „Play Massive“ gegründet, die er mit einem anderen Let’s Player namens Sarazar leitet. Beide sind bereits seit einiger Zeit bei YouTube und können vermutlich nicht gerade als „kleine“ Let’s Player bezeichnet werden. Ihre Kanäle besitzen sehr professionell produzierten Content, der sich täglich um einige Videos erweitert. Gronkh hat mittlerweile über 2.500 Videos veröffentlicht. Doch neben einigen professionell arbeitenden Let’s Playern gibt es nun auch noch einige tausend Let’s Player, die diesen Bereich auf YouTube mittlerweile zu einem Urwald gemacht haben. Das meistgespielte Spiel im Bereich Let’s Play ist vermutlich Minecraft. Warum? Gronkh! Die kleinen Let’s Player erhoffen sich, genauso erfolgreich zu werden wie Gronkh und möglicherweise auch noch Geld damit zu verdienen, wie er es mittlerweile tut. Doch diese kleinen Let’s Player sehen nicht, dass das Kommentieren, Aufzeichnen und Spielen von irgendwelchen Computerspielen alles andere als einfach ist. Sie denken sich vermutlich „ist ja nur ne Stimme und der Monitor“, doch das stimmt nicht. Let’s Playen ist vermutlich genauso anspruchsvoll wie das drehen irgendwelcher Videos (ob nun Film oder Vlog) und wenn man Gronkh fragen würde, würde dieser vermutlich ebenfalls Anrworten, dass das Let’s Playen nicht einfach ist. Man braucht dabei, wie in jedem anderen Bereich der Medien, das richtige Potential.

Vor einigen Wochen, genauergesagt im April dieses Jahres, hat ein YouTube Nutzer, den ich mitlerweile zu einem meiner besten Freunde im Bereich YouTube zähle, angekündigt er würde auf unbestimmte Zeit keine Videos mehr produzieren. Nach diesem Satz sollte diese Person wissen von wem ich spreche ;) Es handelt sich dabei um Geoffrey oder auch CommentorioDE (youtube.com/CommentorioDE). Er hat sich auf YouTube-Tipps spezialisiert, also darauf anderen YouTube Nutzern zu helfen. Als ich nun von der vorläufigen „schließung“ des Kanals hörte, habe ich mir natürlich den kurz darauf erschienen Eintrag auf seinem Blog durchgelesen (http://www.commentorio.de/blogs/persoenlich/auf-unbestimmte-zeit-keine-videos-mehr/) und erst da ist mir tatsächlich dieser „Ansturm“ der Let’s Player auf YouTube aufgefallen (ich bevorzuge es nicht nach Let’s Play Videos zu suchen, sondern diese Videos gezielt bei meinen Favoriten abzuholen, warum werde ich gleich noch erklären). Geoffrey hat in seinem Blog Artikel geschrieben, dass er „50% der Bewerbungen für Kanäle des Monats, und 70% der Feedback-Anfragen von Let’s Play Kanälen“ erhält. Das ist eine enorme Summe. Nachdem was ich so aus seinen YouTube aktivitäten sowie Tweets auf Twitter herauslese bekommt er sehr viele Anfragen auf Feedback und wenn dabei 70% von Let’s Playern kommen, bedeutet das vermutlich, dass es mittlerweile eine enorme Summe an Let’s Play Kanälen gibt. Wie Geoffrey respektiere auch ich diese Menschen, allerdings finde ich es nicht angebracht wie viele von ihnen sich verhalten. Geoffrey hat in seinem Post erwähnt, dass er sich selbst mal als Let’s Player versucht habe und er diesen Versuch als „fail“ ansieht, da er sich selbst nicht für einen Gamer hält. Viele Leute auf YouTube würden dazu „Noob“ sagen, doch das kann ich absolut nicht unterstützen. Warum ist jemand ein „Noob“ weil er sich in einem Bereich den er normalerweise nicht ausfüllt nicht besonders geschickt anstellt? Das kann man vielleicht als „unerfahren“ bezeichnen, doch ich finde, die Bezeichnung „Noob“ klingt eher wie eine Beleidigung.
Doch was mich nun an vielen Let’s Play Kanälen stört (ca. 70% der Kanäle die ich tatsächlich mal besucht habe) ist, dass diese sich oft genauso ungeschickt anstellen wie Geoffrey es in seinem Video getan hat. Damit möchte ich nun folgendes sagen: Geoffrey hat gemerkt, dass der Bereich „Let’s Play“ nicht zu ihm passt, also hat er nach einem Video damit aufgehört, doch viele Let’s Player sind genauso unerfahren und versuchen das dann zu ändern, indem sie – oft nicht besonders gut – versuchen einfach das selbe zu machen wie Gronkh (das geht von der Begrüßung „Hallöchen Popöchen“ bis zu gleichen Episodentiteln wie bei Gronkh). Damit versuchen diese Leute meiner Meinung nach ihre eigene Unerfahrenheit wett zu machen und gleichzeitig mehr Aufrufe zu bekommen indem sie einfach den Namen „Gronkh“ in ihre Video Tags setzen und damit bei der YouTube-Suche nach „Gronkh“ mit aufgeführt werden. Gerade das einsetzen des Namen „Gronkh“ in die Video-Tags scheint bei vielen kleinen Let’s Playern – leider – zu einer Art Gewohnheit geworden zu sein. Das ganze spiegelt sich dann in Kommentaren wie „Ey du wi**ser, machst voll Gronkh nach du Lauch“ oder so etwas wieder. Damit machen sich vermutlich viele Let’s Player das Leben unnötig schwer. Als ich das Video zum Gewinner meines 150 Abonnenten-Gewinnspiels gemacht habe, habe ich darauf verzichtet den Namen „20mantis08“ (Kanal des Gewinners) in die Tags zu setzen, einfach aus dem Grund, dass ich vermeiden wollte, dass seine Zuschauer einfach über mein Video stolpern obwohl sie etwas von ihm sehen wollten und kein Video in dem kurz sein Name auftaucht. Ich denke, man sollte selbst versuchen seine Videos bekannt zu machen und nicht indem man sämtliche berühmte Namen in seine Tags setzt und hofft, dass irgendjemand ausversehen auf das falsche Video klickt. Doch wie gesagt: Das ist alles meine eigene Meinung und ich weis nicht, ob das irgendjemand nachvollziehen kann. Ich weis nur, dass dieser Artikel, welcher bereits 3 Word-Seiten in Schriftgröße 12 einnimmt um einiges zu lang wird. Daher werde ich diesen Artikel hier beenden und hoffe einfach mal, dass jemand bis zum Ende gelesen hat :)
Ich wünsche allen die mich kennen viel Glück und allen die mich nicht kennen ebenfalls, denn auch hier sollte man nicht sagen „ey du hast mich nicht abonniert, du bist jetzt scheiße“. Abonnenten sind nicht das wichtigste auf YouTube, deswegen ist sub4sub auch absoluter Misst. Es ist wichtig, dass die Personen die euch Abonnieren eure Videos auch SEHEN wollen und euch nicht abonnieren weil ihr ihnen versprecht sie dann auch zu abonnieren ;)

Viel Glück euch Allen.

-         Für Tippfehler haftet mein Meerschweinchen :)

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