Wenn
man sich längere Zeit im Internet aufhält erkennt man ein Muster zwischen
verschiedenen Arten von Personen.
Da
sind zum Beispiel Menschen, die wissen was sie tun. Meistens sind diese über
zwanzig Jahre alt, doch auch jüngere Personen können zu dieser Gruppe gehören.
Bei diesen Menschen merkt man: Die haben wirklich Ahnung von dem was sie da
sagen, beziehungsweise schreiben, und denen kann man das auch abkaufen.
Dann
gibt es eine andere Gruppe, die meistens unter vierzehn Jahre alt sind und
einfach nur existieren. Diese Menschen melden sich in vielen verschiedenen
Netzwerken an und spammen meistens alles mit ihren Antworten und Fragen zu, die
vielleicht nichtmal etwas mit dem aktuellen Thema zu tun haben. Gerade berühmte
Personen werden von diesen „Kleinkindern“ zugespammt, da die Kleinkinder
liebend gerne eine Antwort von ihrem Idol erhalten würden, egal welcher Art.
Mich
persönlich stören diese Menschen nicht, jedenfalls nicht, wenn sie nur ab und
zu mal ihre Meinung sagen und nicht einfach mitten in einem „Gespräch“
dazwischen platzen und einfach irgendetwas völlig zusammenhangloses posten.
Da
ich selbst auf YouTube aktiv bin und dazu wohl am meisten sagen kann, werde ich
im folgenden mal zusammenfassen, wenn auch nicht gerade kurz, was ich in den
vergangenen Tagen, Wochen, Monaten und Jahren bei der Entwicklung YouTubes und
der Community bemerkt habe.
Als
YouTube am 15. Februar 2005 online gegangen ist, konnte man es noch als
„Soziales Netzwerk“ beschreiben. Damals stand die Community stark im Vordergrund,
danach kamen die Videos. Zu der Zeit posteten die Leute einfache
„Amateurfilme“, das heißt, sie posteten Filme die „unprofessionell“ mit
einfacher Kamera und meistens ohne Budget gedreht wurden. Das hat sich mit der
Zeit stark geändert. Zwar werden auch heutzutage noch sehr viele Amateurfilme
bei YouTube veröffentlicht (neuste Erkenntnisse zeigen, dass aktuell pro Minute
72 Stunden Videomaterial auf YouTube veröffentlicht werden), allerdings besteht
auch ein großteil von YouTube aus professionell gemachten Shows, Filmen und
Sendungen, die meistens auch noch einen kommerziellen Hintergrund haben. Ein
YouTube Kanal, der eine regelmäßig (wöchentlich) Videos veröffentlicht, ist
„Smosh“ (youtube.com/smosh). Mit aktuell 4.753.308 Abonnenten gehören sie zu den
Top-10-YouTubern Weltweit. Die „Serie“ welche Smosh produzieren, besteht aus
wöchentlich erscheinenden, bis zu 10 Minuten langen Kurzfilmen, die Inhaltlich
nichts miteinander zu tun haben. Jeder Kurzfilm hat einen eigenen Hintergrund
und wird mit viel Liebe zum Detail gedreht. Hinter dem Kanal Smosh steht
mitlerweile eine kleine Filmcrew, die mit ihren Filmen eine nicht
unbeträchtliche Menge Geld verdient. Wie viel Geld das genau ist dürfen Smosh
nicht bekannt geben, allerdings finden sich im Internet diverse Webseiten, die
basierend auf irgendwelchen Zahlen diese Geldmengen errechnen. Solche
errechneten Werte treffen allerdings meistens nicht auf die tatsächlichen Werte
zu.
Neben
professionellen und großen YouTube Kanälen wie Smosh gibt es dann die großen
Kanäle (ab ca. 50.000 Abonnenten) und die kleineren, allerdings nicht mehr sehr
kleinen Kanäle (ab ca. 100 Abonnenten). Die Definitionen von „Großen“ und
„Kleinen“ Kanälen entsprechen MEINEN Ansichten. Mitlerweile ist es nicht mehr
sehr schwer und teuer selbst professionelle Filme zu machen, daher kann man
auch viele kleinere YouTube Kanäle finden, die absolut ansprechenden Content
produzieren und dabei nicht unbedingt gewürdigt, sondern von sogenannten
„Hatern“ beleidigt und schikaniert werden. Diese Hater haben meistens einen
YouTube Kanal angelegt um Leute gezielt zu beleidigen und nicht um
irgendwelchen Content zu veröffentlichen (höchstens geklauten). Diese Hater
haben keinen bestimmten Grund die Leute zu beleidigen, oft handeln sie einfach
aus Spaß daran Menschen nieder zu machen. Das sind allerdings nur meine
Ansichten, was wirklich hinter dem Ziel dieser Hater liegt wissen sie
vermutlich nicht mal selbst.
Man
muss nun bei den verschiedenen YouTube-Kanälen ebenfalls unter verschiedenen
Arten von Content unterscheiden. Es gibt Vlogger (diese erzählen in ihren
Videos viele Dinge über sich, über politische Ansichten oder Anderes), es gibt
Filmemacher (diese produzieren Kurz- oder Spielfilme), es gibt Let’s Player
(diese nehmen sich beim Spielen auf und kommentieren das ganze) und es gibt
leere Kanäle die einfach angelegt und nicht genutzt werden.
Ich
selbst zähle mich zu den Filmemachern, allerdings würden manche meiner Videos
auch auf Vlogger zutreffen (beispielsweise Update Videos). Doch ich möchte nun erstmal
die Let’s Player unter die Lupe nehmen, da diese aktuell auf YouTube stark
zunehmen.
Anfangs
gab es nur wenige Let’s Player. Darunter war auch Gronkh, der bis Heute Let’s
Plays macht und damit auch sehr erfolgreich ist (über 400.000 Abonnenten). Er
kommentiert spiele wärend er sie spielt. Er hat eine kleine Firma namens „Play
Massive“ gegründet, die er mit einem anderen Let’s Player namens Sarazar
leitet. Beide sind bereits seit einiger Zeit bei YouTube und können vermutlich
nicht gerade als „kleine“ Let’s Player bezeichnet werden. Ihre Kanäle besitzen
sehr professionell produzierten Content, der sich täglich um einige Videos
erweitert. Gronkh hat mittlerweile über 2.500 Videos veröffentlicht. Doch neben
einigen professionell arbeitenden Let’s Playern gibt es nun auch noch einige
tausend Let’s Player, die diesen Bereich auf YouTube mittlerweile zu einem
Urwald gemacht haben. Das meistgespielte Spiel im Bereich Let’s Play ist
vermutlich Minecraft. Warum? Gronkh! Die kleinen Let’s Player erhoffen sich, genauso
erfolgreich zu werden wie Gronkh und möglicherweise auch noch Geld damit zu
verdienen, wie er es mittlerweile tut. Doch diese kleinen Let’s Player sehen
nicht, dass das Kommentieren, Aufzeichnen und Spielen von irgendwelchen
Computerspielen alles andere als einfach ist. Sie denken sich vermutlich „ist
ja nur ne Stimme und der Monitor“, doch das stimmt nicht. Let’s Playen ist
vermutlich genauso anspruchsvoll wie das drehen irgendwelcher Videos (ob nun
Film oder Vlog) und wenn man Gronkh fragen würde, würde dieser vermutlich ebenfalls
Anrworten, dass das Let’s Playen nicht einfach ist. Man braucht dabei, wie in
jedem anderen Bereich der Medien, das richtige Potential.
Vor
einigen Wochen, genauergesagt im April dieses Jahres, hat ein YouTube Nutzer,
den ich mitlerweile zu einem meiner besten Freunde im Bereich YouTube zähle,
angekündigt er würde auf unbestimmte Zeit keine Videos mehr produzieren. Nach
diesem Satz sollte diese Person wissen von wem ich spreche ;) Es handelt sich
dabei um Geoffrey oder auch CommentorioDE (youtube.com/CommentorioDE). Er hat
sich auf YouTube-Tipps spezialisiert, also darauf anderen YouTube Nutzern zu
helfen. Als ich nun von der vorläufigen „schließung“ des Kanals hörte, habe ich
mir natürlich den kurz darauf erschienen Eintrag auf seinem Blog durchgelesen (http://www.commentorio.de/blogs/persoenlich/auf-unbestimmte-zeit-keine-videos-mehr/) und erst da
ist mir tatsächlich dieser „Ansturm“ der Let’s Player auf YouTube aufgefallen
(ich bevorzuge es nicht nach Let’s Play Videos zu suchen, sondern diese Videos
gezielt bei meinen Favoriten abzuholen, warum werde ich gleich noch erklären).
Geoffrey hat in seinem Blog Artikel geschrieben, dass er „50% der Bewerbungen
für Kanäle des Monats, und 70% der Feedback-Anfragen von Let’s Play Kanälen“
erhält. Das ist eine enorme Summe. Nachdem was ich so aus seinen YouTube
aktivitäten sowie Tweets auf Twitter herauslese bekommt er sehr viele Anfragen
auf Feedback und wenn dabei 70% von Let’s Playern kommen, bedeutet das
vermutlich, dass es mittlerweile eine enorme Summe an Let’s Play Kanälen gibt.
Wie Geoffrey respektiere auch ich diese Menschen, allerdings finde ich es nicht
angebracht wie viele von ihnen sich verhalten. Geoffrey hat in seinem Post
erwähnt, dass er sich selbst mal als Let’s Player versucht habe und er diesen
Versuch als „fail“ ansieht, da er sich selbst nicht für einen Gamer hält. Viele
Leute auf YouTube würden dazu „Noob“ sagen, doch das kann ich absolut nicht
unterstützen. Warum ist jemand ein „Noob“ weil er sich in einem Bereich den er
normalerweise nicht ausfüllt nicht besonders geschickt anstellt? Das kann man
vielleicht als „unerfahren“ bezeichnen, doch ich finde, die Bezeichnung „Noob“
klingt eher wie eine Beleidigung.
Doch
was mich nun an vielen Let’s Play Kanälen stört (ca. 70% der Kanäle die ich
tatsächlich mal besucht habe) ist, dass diese sich oft genauso ungeschickt
anstellen wie Geoffrey es in seinem Video getan hat. Damit möchte ich nun
folgendes sagen: Geoffrey hat gemerkt, dass der Bereich „Let’s Play“ nicht zu
ihm passt, also hat er nach einem Video damit aufgehört, doch viele Let’s
Player sind genauso unerfahren und versuchen das dann zu ändern, indem sie –
oft nicht besonders gut – versuchen einfach das selbe zu machen wie Gronkh (das
geht von der Begrüßung „Hallöchen Popöchen“ bis zu gleichen Episodentiteln wie
bei Gronkh). Damit versuchen diese Leute meiner Meinung nach ihre eigene
Unerfahrenheit wett zu machen und gleichzeitig mehr Aufrufe zu bekommen indem
sie einfach den Namen „Gronkh“ in ihre Video Tags setzen und damit bei der
YouTube-Suche nach „Gronkh“ mit aufgeführt werden. Gerade das einsetzen des
Namen „Gronkh“ in die Video-Tags scheint bei vielen kleinen Let’s Playern –
leider – zu einer Art Gewohnheit geworden zu sein. Das ganze spiegelt sich dann
in Kommentaren wie „Ey du wi**ser, machst voll Gronkh nach du Lauch“ oder so
etwas wieder. Damit machen sich vermutlich viele Let’s Player das Leben unnötig
schwer. Als ich das Video zum Gewinner meines 150 Abonnenten-Gewinnspiels
gemacht habe, habe ich darauf verzichtet den Namen „20mantis08“ (Kanal des
Gewinners) in die Tags zu setzen, einfach aus dem Grund, dass ich vermeiden
wollte, dass seine Zuschauer einfach über mein Video stolpern obwohl sie etwas
von ihm sehen wollten und kein Video in dem kurz sein Name auftaucht. Ich
denke, man sollte selbst versuchen seine Videos bekannt zu machen und nicht
indem man sämtliche berühmte Namen in seine Tags setzt und hofft, dass
irgendjemand ausversehen auf das falsche Video klickt. Doch wie gesagt: Das ist
alles meine eigene Meinung und ich weis nicht, ob das irgendjemand
nachvollziehen kann. Ich weis nur, dass dieser Artikel, welcher bereits 3
Word-Seiten in Schriftgröße 12 einnimmt um einiges zu lang wird. Daher werde
ich diesen Artikel hier beenden und hoffe einfach mal, dass jemand bis zum Ende
gelesen hat :)
Ich
wünsche allen die mich kennen viel Glück und allen die mich nicht kennen
ebenfalls, denn auch hier sollte man nicht sagen „ey du hast mich nicht
abonniert, du bist jetzt scheiße“. Abonnenten sind nicht das wichtigste auf
YouTube, deswegen ist sub4sub auch absoluter Misst. Es ist wichtig, dass die
Personen die euch Abonnieren eure Videos auch SEHEN wollen und euch nicht
abonnieren weil ihr ihnen versprecht sie dann auch zu abonnieren ;)
Viel
Glück euch Allen.
-
Für
Tippfehler haftet mein Meerschweinchen :)
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